Kirschen ohne Ende🍒

Freitag, 02.02.2018

Kia Ora!!! Ja endlich, ein Lebenszeichen von uns beiden:D
Ich geb's ja zu, dieses Mal war der Zeitraum wirklich gewaltig zu unserem letzten Blogeintrag, aber das ist nicht nur auf unsere Faulheit zurückzuführen^^ Da ich aber glaube, dass euch die Gründe hierfür weniger interessieren, als endlich berichtet zu bekommen, was wir denn die letzten Wochen so alles erlebt haben, lasse ich die einfach mal aus und fange mit dem ersten Teil unseres neuen Eintrags an, der andere folgt dann etwas später.
Hier also der erste Abschnitt unseres Romans - schließlich müssen wir aufholen, was wir in den letzten Wochen vernachlässigt haben:D
Ok, let's go back in time!

 

Es ist Anfang Dezember. Doch anstatt unter immer kälteren Temperaturen zu frieren, nehmen unsere ganzen Strandbesuche an Dunedins Küste eher zu. Und wir haben schlussendlich sogar einen unserer Lebensträume verwirklicht: nämlich SURFEN zu "lernen" - es ist wie fliegen über Wellen, einfach nur traumhaft!! Gut, also Profis sind wir jetzt noch lange nicht, aber wir werden definitiv kommende Möglichkeiten auf der Nord- und Südinsel nutzen, um unsere Fähigkeiten weiter zu schulen;)

Erste Surfstunde am St Clair's Beach!! 

In unserem Hostel herrschte Anfang Dezember Aufbruchstimmung. Einer nach dem anderen aus unserer Wwoofer-Family verließ die Stadt, um die Reise fortzusetzen. So auch wir. Unser zu Hause für die nächste Zeit würde die verschlafene Stadt Roxburgh sein, Heimat unzähliger Obstplantagen, wo wir bis Mitte Januar unser Geld mit Kirschenpflücken verdienen würden. Die Idee, demnächst mal auf einem Orchard (Obstplantage) zu arbeiten, spukte ja schon länger in unseren Köpfen herum, doch war es Sonika, unsere indisch-amerikanische Freundin, die alles organisierte und wir uns ihr einfach spontan anschlossen. Und dann kam der Tag, an dem auch Julia und ich nach 7 Wochen Dunedin letztendlich verließen, zusammen mit Sonika und Jordan.
Der Abschied war zum Glück nicht allzu herzzerreißend, da wir bereits vereinbart hatten, dass wir zu Weihnachten alle zum Hostel zurückkommen werden, um Weihnachten mit der Family zu feiern^-^ wenn auch ohne Schneeballschlacht...

Unsere Woofer-Family - ganz schön groß geworden, ne?!

Roxburgh [don't ask me why but it's pronounced "Rox-bra"] ist eine 600 Einwohner Stadt im Zentrum des südlichen Teils der Südinsel, einer Region, die ideal für den Anbau verschiedener Obstsorten ist: Pfirsische, Aprikosen, Kirschen, Äpfel, Nektarinen... ja, da werdet ihr schon fast neidisch, ne?! Vor allem wenn ich euch sage, dass wir uns während unserer Arbeitszeiten an den Kirschen und Aprikosen sattessen durften...
Unsere Accommodation war eine mehr oder weniger kleine Backpacker-Hütte direkt auf dem Orchard-Gelände, weswegen wir oft zum Kirschfeld laufen konnten, doch manchmal war das Auto eben doch erforderlich.
Als wir in Roxburgh und beim Teviot-Orchard am 10.12. ankamen, wohnte nur ein (sehr netter und technisch begabter!) Mexikaner namens Sergio bereits in der Hütte, der uns auch sogleich alles zeigte und erklärte, was denn so am nächsten Tag auf uns zukommen würde.
Noch voll motiviert standen wir am nächsten Morgen um 6:00 auf, um uns zwischen den zwei vorhandenen Bädern aufzuteilen und Frühstück zu essen, bevor 7:00 dann die tatsächliche Arbeit begann. Am ersten Tag trafen wir uns alle am Hauptgebäude, wo sich der Boss des Orchards und unser malaysischer Supervisor namens Mat sich vorstellten, wir unsere anderen Kollegen kennenlernten und dann gemeinsam zum ersten Cherry Field fuhren. Dann bekam jeder einen Frame (so ne Art Schultergurt, oder wie auch immer man das in Deutsch nennt), nen Eimer und ne Leiter und nach einer kurzen Einweisung und Belehrung von Mat suchten wir uns zu zweit jeder einen Kirschbaum aus und begannen mit dem Pflücken.

(Fast) unsere tägliche Aussicht von unserer Accomodation, hach, man vermisst sie schon manchmal:)

Kirschen pflücken. Ich glaube, mittlerweile können wir wirklich ganze Bücher füllen mit dem Wissen, wie man Kirschen gekonnt oder auch ungekonnt pflückt, welche Äste optimal oder einfach nur grauenhaft zu pflücken sind, welch unterschiedliche Kirschen an nur einem Baum hängen können, wie man die Leiter praktisch hinstellt oder so, dass man halbe Turnstunden auf der obersten Sprosse vollführen muss, um an die Kirschen ranzukommen. Hach ja, vielleicht sollten wir das wirklich tun;)

Viele Aprikosen, die wir auch einfach so beim Vorbeigehen vom Baum mopsen konnten, hehe:-) Selbst nach 5 Wochen habe ich täglich noch zu viele Kirschen in mich hineingefuttert.... :D
Am ersten Tag waren wir jedenfalls noch voll motiviert, haben uns permanent mit Kirschen vollgestopft, was by the way nicht so praktisch ist, wenn man noch Stunden auf die nächste Toilette warten muss und uns nett mit den anderen Pickern unterhalten. Ab dem zweiten Tag fragte mich Julia dann jeden Tag bis Weihnachten aufs Neue: "Maika, weißt du, was ich hasse?" Dann, nach einer kurzen Pause beantwortete sie ihre Frage selbst: "Cherry picking!!!"

Zugegeben, Kirschenpflücken ist vor allem nach paar Tagen und bei Sommerhitze anstrengender als erwartet! Bzw ist es nicht das Pflücken an sich, aber die Tatsache jeden Tag so früh aufzustehen, so lange (bis 5:00pm) zu arbeiten, jeden Tag eine Mindestanzahl an Eimern abliefern zu müssen und auch mal im Regen bzw unter brütender Sonne zu arbeiten, was uns manchmal an unsere Grenzen kommen ließ. Soweit sogar, dass wenn man abends unter einem sagenhaften Sternenhimmel steht und gerade eine Sternschnuppe gesehen hat, der sehnsüchtige Wunsch ausgesprochen wird, dass es ja bitte morgen so dolle regnen soll, dass man nicht arbeiten muss...

Während wir in den ersten Tagen noch verzweifelt versuchten, die Mindestanzahl von 25 Buckets (Eimern) zu erreichen, wurde es bei mir glücklicherweise schnell besser, sodass mich die Supervisors vom Orchard auf den Namen "Fruit Ninja" tauften. Trotzdem waren wir nach Arbeitsschluss immer so groggy, dass Sonika uns erstmal einen stärkenden indischen Chai Tea kochen musste und wir meist im Anschluss zur Erfrischung an den nahen Pinders Pond zum Schwimmen gefahren sind.

Der Pinders Pond - von diesem Fleckchen sind auch einige Insider entstanden :D
Dort haben wir auch öfter unsere Freunde von einem anderen Orchard (keinen halben Kilometer von unserem entfernt) getroffen: Christian und Alexis aus Israel, Raj aus Kanada und David aus Schottland.
Zum Glück sind Sonika und Julia zwei hypersoziale Wesen, sonst hätten wir paar wunderbare Menschen niemals kennengelernt. Denn als wir am Anfang unserer Kirschenpflückzeit abends mal einen Spaziergang machten und an der Accommodation des nächsten Orchards vorbeikamen, sahen wir dort paar Jungs vor der Hütte sitzen und beide genannten Mädels überredeten Jordan und mich, einfach mal dort vorbeizuschauen und Hallo zu sagen. Und das war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.... Haha, also zumindest mit Christian und Alexis, die uns wirklich sehr ans Herz gewachsen sind und uns sogar einiges auf Hebräisch beigebracht haben. Jep, we can speak Hebrew now!! Ahusharmuta!!!! Ati dafuk!!
Außerdem war die Truppe an Leuten (im positiven Sinne natürlich!) verantwortlich dafür, dass wir in den 5 Wochen, die wir in Roxburgh verweilten, auf sämtliche Barbecues eingeladen wurden. Denn wie bereits gesagt, ist Roxburgh Heimat vieler Orchards und Backpacker, die dort arbeiten, finden immer einen Grund, um zu feiern und dann werden Freunde und die Freunde der Freunde eingeladen und schwuppdiwupp ist man von neuen Leuten umringt und lauscht deren Lebens- und Reisegeschichten. Oder man rettet sich gegenseitig von touchie-touchie-Verehrern (hust, James, the Kiwi guy!). Gut, dass Julias und meine Schauspielkunst einigermaßen überzeugend ist... also hoffe ich doch mal!! •_•

Anderthalb Wochen nach unserer Ankunft stieß sogar noch Matthias aus dem Hostel zu uns, was uns mega freute, da er nicht nur Sonikas und Jordans, sondern seit Dunedin auch unser enger Freund geworden ist!
Doch er war nicht der einzige Neuankömmling. Die Hütte beherbergte zu der Zeit nicht mehr nur uns fünf, sondern hatte sich bereits auf zehn verdoppelt, da noch 5 malaysische Jungs angereist waren. (Die anderen Picker schliefen übrigens irgendwo anders in Roxburgh bzw bei unserem Kiwi-Freund und manchmal Supervisor Shanon in der Nachbarhütte keine 20m weiter). Zeitgleich mit Matthias kamen jedoch noch zwei weitere Leute, mit denen ich nicht gerechnet, über deren Anwesenheit ich mich allerdings mega gefreut habe: die Rede ist von meiner Freundin Sabine, mit der ich ursprünglich zusammen nach Neuseeland reisen wollte, und ihrem Freund Moritz.
So viele wunderbare Menschen vereint - da könnt ihr euch bestimmt vorstellen, dass es nie langweilig wurde. Vor allem da sich herausstellte, dass meine Besorgnis, ob Julia und Sabine einander mögen werden, sich als vollkommen überflüssig erwies. Ja, ganz im Gegenteil schienen sie einen Gefallen daran gefunden haben, mich zusammen zu piesacken - hach, wer braucht Feinde, wenn man Freunde hat?! :D

Kurz darauf stand Weihnachten vor der Tür und Matthias, Sonika, Jordan und wir beide fuhren für zwei Tage zurück nach Dunedin, wo wir unsere Hostel-Family und auch deren neue Mitglieder wieder sahen. Auch hatten wir uns alle vorher darauf geeinigt zu wichteln (secret santa), sodass jeder an Heiligabend ein Geschenk auspacken konnte. Das war ein wirklich schöner Abend - dafür leider der darauffolgende Tag nicht ganz so. Obwohl für den 25. den ganzen Tag nur essen, essen, essen auf dem Plan stand, das nebenbei unser argentinischer Freund und Koch Alejandro mal wieder bestens zubereitet hatte (!!), schaffte es der Hostelmanager leider, jeden mit seiner schlechten Laune runterzuziehen. Warum er die hatte? Keine Ahnung, wusste niemand. Dennoch genossen wir den letzten Tag, den wir noch vereint zusammen waren. Denn am nächsten Tag waren alle wieder an unterschiedlichen Orten. Wir auch - wieder vor dem herrlichen rot und grün unserer so wahnsinnig vermissten Kirschplantage, hust Sarkasmus.

Noch größer gewordene Woofer-Family zu Weihnachten nach dem Geschenke auspacken :D

Kurz nach Weihnachten verabschiedeten sich Sonika, Matthias und Jordan für 3 Tage, weil sie über Silvester für das "Rhythm and Alps" Festival in Wanaka einen Job als Barkeeper bekommen hatten. Kurzerhand entschlossen wir etwas mit Sabine und Moritz, die mittlerweile übrigens ins Packhouse des Orchards gewechselt waren, aber glücklicherweise immer noch mit uns ein Zimmer teilen konnten, zu unternehmen. Allerdings veränderte sich die Planung unseres Trips immer wieder bis zur letzten Minute, sodass wir uns schlussendlich dazu entschieden, Silvester mit einem gemeinsamen Festessen in unserer Hütte zu feiern und am nächsten Tag den Berg hinter unserer Accommodation zu besteigen. Apropos Silvester. Wie man es in Deutschland gewohnt ist, auch in jeder Kleinstadt bzw Dorf ein Feuerwerk zu sehen, so muss man in Neuseeland eher nach einem suchen. Denn hier ist es aus Sicherheitsgründen verboten, private Feuerwerke zu entzünden, weswegen man auch nirgends Raketen oder ähnliches kaufen kann. Will man ein Feuerwerk bestaunen, so muss man in die größeren Städte fahren, wo Öffentliche zu Silvester auf dem Programm stehen.

Drei Cuties auf der Wanderung, im Hintergrund könnt ihr vielleicht Roxburgh erahnen... Ja, wir hatten Spaß bei der Fotosession^^ Sabine, Moritz, Maika, Julia, Sergio und drei unserer malaysischen Mitbewohner zu Silvester!

Nach Silvester hieß es dann leider Abschied von unserem neugewonnenen malaysischen Freund Aaron nehmen, da seine Zeit in Neuseeland sich dem Ende neigte. Er hatte uns die vergangenen Wochen fleißig in der malaysischen Sprache unterrichtet, sodass wir nun imstande waren, einige mehr oder weniger sinnvolle Sätze in Malay von uns zu geben.
Als wir diese dann mal an unserem Supervisor Mat aka Daddy (Er rief Julia und mich immer mit den Worten "Come to Daddy!", wenn wir unsere Eimer zum Truck bringen sollten, da wir nicht viel älter als seine größte Tochter waren^^) ausprobieren wollten und ihm "gern geschehen " (sama sama) in Malay antworteten, schaute uns dieser ganz perplex an und fragte uns, womit er diese Beschimpfung denn verdient hätte. Nachdem er uns mitgeteilt hatte, was "gern geschehen" wirklich in Malay hieß, gingen wir ganz verdattert zurück zu Aaron, um ihn erneut deswegen zu fragen. Dieser fiel nur erstmal fast vor Lachen von der Leiter, genauso wie etliche andere malaysischen Picker um uns herum, ehe er uns mitteilte, dass Mat uns soeben ein Schimpfwort beigebracht hatte. Tja, wem soll man hier vertrauen?? :D
Jedenfalls musste Aaron nach Silvester aufbrechen, weswegen wir ihn gleich mal dazu verdonnerten, vorher noch für uns eine malaysische Mahlzeit zu kochen. Der Fairness halber backten wir dafür einen Zupfkuchen und genossen den schönen Abend mit leckerem Essen und mit unzähligen und wahrscheinlich vergeblichen Versuchen, den Satz: "Ich bin eine schöne Kartoffel" richtig in Chinesisch auszusprechen.

Ach ja, dieser Satz. Holen wir zur Erklärung mal etwas weiter aus. Als wir das erste Mal in Dunedin auf einer Rennbahn als Barkeeper arbeiteten, lernte Julia dort einen Kiwi-guy kennen, der mal eine deutsche Freundin gehabt hatte, dies allerdings sein einziger Satz war, den er auf Deutsch sagen konnte. Und irgendwie entwickelte sich daraus dann bei uns der Wunsch, diesen Satz in all den anderen Sprachen zu lernen, die uns auf unserer Reise begegnen. Hier erstmal das vorläufige Ergebnis:

Eng: I am a cute potato
Frz.:Je suis une patate douce
Spa: Soy una linda papa
Malay:Saya ubi yang cantik
Hebrew (wobei man das eigentlich nicht so sagen kann): ani tapuah adama hamud
Chinesisch: Wo shi yi (ie) ge mei li de tu dou

Sehr nützlich, oder?! :D

Nach Silvester kam übrigens noch jemand aus dem Hostel zum Kirschenpflücken zu uns nach Roxburgh. Die Rede ist von James, einem Kanadier, den wir zu Weihnachten im Hostel kennengelernt hatten. Und zusammen mit ihm kam auch "Game of Thrones" verstärkt in unser Leben. Da James sämtliche Episoden der Serie bei sich hatte und weder Jordan noch ich die Serie wirklich kannten, entwickelte sich die Tradition, abends zum Ausklingen eine Folge zu schauen, bevor wir dann todmüde in die Betten fielen.
Ach ja, mittlerweile waren wir übrigens 15 Leute in der Hütte, die sich zwei Bäder und eine Küche teilen mussten. Und gerade in der Mittagspause und am Morgen wurde es doch recht gemütlich deswegen, vor allem weil absolut niemand auch nur daran dachte eher aufzustehen, damit nicht alle zur gleichen Zeit ins Bad müssen - nope, dafür war morgens schlichtweg keine Energie vorhanden. Doch erstaunlicherweise hat es jeder immer geschafft, pünktlich auf der Matte zu stehen - don't ask me how;)

Gen Ende der Kirschsaison hatten wir (leider oder glücklicherweise - das ist hier die Frage^^) einige Regentage, in deren Folge ein Großteil der Kirschen aufgeplatzt, oder durch die darauffolgende Hitzewelle matschig geworden waren, sodass wir nicht unseren Bucket mit diesen füllen konnten, sie aber trotzdem pflücken sollten. Nun ja, auf welche Idee kommt man da wohl, wenn es einfach nur unerträglich heiß ist, man keine Lust mehr hat und die Frage eh noch offen steht: Wer sind die Starks und wer die Lannisters?? Also wer die Guten und wer die Bösen?
Die Sache war nämlich die, dass Julia mittlerweile mit Matthias an einem Kirschbaum arbeitete und ich mit Jordan und wir immer darüber diskutierten, wer denn nun den besseren Partner hat (an dieser Stelle: natürlich ich!! :P) und wer infolgedessen die Starks verkörpern darf und wer nicht;)
Auf jeden Fall wurde an einem heißen Tag Mitte Januar (ja ich weiß, das klingt paradox für euch) die erste verschimmelte und matschige Kirsche geworfen und das war dann der Beginn des "Cherry Wars". Seitdem bis zu unserem letzten Tag wurden täglich mehrere mehr oder weniger matschige Kirschen auf die Gegner geworfen und es war einfach nur lustig anzusehen, mit welch einer Hingabe selbst 26 und 30 jährige Männer sich gegenseitig mit Cherries bewerfen:D

Darf ich vorstellen: die Starks, das schnellste Team aller Zeiten.... ...und die Lannisters - eindeutig oder?! Weil... ähm... blond!! Und... ach, einfach deshalb :D

Als der Abschiedstag zum Greifen nahe war, veranstalteten wir noch ein gemeinsames Abendessen mit Shanon und einigen Pickern unseres Orchards und waren zusätzlich noch bei Freunden von einem anderen Orchard eingeladen!
Was wir generell für köstliches Essen in diesen Wochen genießen durften: indisches Dhal, verschiedenes Thai Curry, Käsefondue, Malay -Soup, Taboulé, jede Menge Kuchen etc. - um nur einiges zu erwähnen!

Und dann war da erneut der Tag des Abschieds. Von dem Teviot-Orchard, Roxburgh, unseren neu gewonnenen Freunden, aber glücklicherweise noch nicht von Matthias, Sonika und Jordan - doch das ist eine andere Geschichte....

....Fortsetzung folgt

Matthias, Julia, Jordan, Sonika, Maika - Die 5 Freunde 2.0 - We'll never forget this amazing time we had together!!!!

~Maika

PS: Wirklich noch mal eine fette Entschuldigung, dass es so lange gedauert hat, aber hiermit ist hoffentlich wieder alles in Ordnung:D

Demnächst: Teil 2, im Westen viel Neues, von Julia Z.

Alltag, Arbeit und Familie

Mittwoch, 29.11.2017

Hohoho ihr Menschen vor euren elektronischen Geräten!

Da gab es lange kein Update mehr von uns und es ist einiges passiert, aber ich versuche es bestmöglich zusammenzufassen und euch einen kleinen Einblick in unser Leben hier zu geben.

Als allererstes, bevor ich es vergesse: Maika und ich waren beim Friseur ohne es vorher irgendjemandem zu erzählen, weil wir es einfach ausprobieren wollten. Tja so kommt es das Maika jetzt mit roten Haaren und ich mit Pony in der Weltgeschichte herumwandeln. 

Mit David am Tunnelbeach, ich schon mit neuem Haarschnitt, Maika noch mit Klein-Julia und Nicht-ganz-so-klein-Maika am Tunnelbeach vorm großen Pazifik!Maika und ich nach dem Friseurbesuch - glücklich-

Wie ich schon im letzten Eintrag angedeutet habe, arbeiten Maika und ich jeden Tag, 6 Tage die Woche, hier im GeekyGecko als Rezeptionisten. Ich habe meistens die 2 bis 5 pm Schicht, was meinen Tag leider ein bisschen zerstört, wobei Maika immer wechselt und so gut wie alle anderen Schichten mal machen musste.

Ansonsten haben wir letzte Woche relativ viel gearbeitet. Montag und Dienstag jeweils 9 bis 14 Uhr haben wir im Stadion für das am Freitag anstehende Stevie Nicks Konzert geputzt, wobei mein Rücken und Maikas Handgelenk ganz schön leiden mussten bei dem Versuch mehrere Hundert Stühle im Stadion von Staub und Vogeldreck zu säubern. Dabei haben wir aber eine Bekannte namens Athena, mit der wir schon auf dem Melbourne Racing Cup zusammengearbeitet haben, wiedergetroffen und von daher war es trotzdem ein schönes Erlebnis!

Athena, Maika und ich beim Stühle putzen im Stadion.

Mittwoch und Donnerstag habe ich in einer Kaffeefabrik gearbeitet, währenddessen Maika im Hostel die Stellung gehalten und einen Teil meiner Schicht übernommen hat, weil diese um 16:30 Uhr startete und ich ja eigentlich bis 17 Uhr hätte arbeiten müssen. Dann hieß es für mich 8 Stunden am Fließband zu stehen und kleinere Kaffeeschachteln in größere zu verpacken um diese anschließend auf eine Palette zu stapeln. Bis ich dann um 0:30 Uhr völlig fertig nach Hause fahren durfte um anschließend weil ich die ganze Zeit gestanden habe, kein bisschen müde zu sein und noch mindestens bis 2 wach bleiben musste, weil ich nicht schlafen konnte.

Und Freitag Nacht haben dann Maika, ich und noch einige andere aus dem Hostel nach dem Stevie Nicks Konzert im Stadion gearbeitet um die Bühne abzubauen, Kabel aufzurollen und Trucks zu beladen. Das ging bis 2:45 Uhr, wobei wir am Ende aber die meiste Zeit herumstanden. Athena und ich haben auch einen neuen Freund aus Christchurch kennengelernt, da er uns Gummibärchen anbot.

Neben der Arbeit haben wir natürlich auch schöne Ausflüge gemacht und den Kontakt zu unseren Mitmenschen im Hostel verfestigt. Denn es gab ein weiteres Barbeque und auch sonst werden diese bunt gemixten Menschen hier immer mehr zu einer Familie für uns und der Gedanke an unsere baldige Abreise tut immer mehr weh!

Claire, Alejandro und Julia im Muso´s Club! Julia - feelin´ free Maika - feelin´ free Ausflug mit der Staff-Crew

Gestern haben wir ein verspätetes Thanksgiving gefeiert, weil am Donnerstag viele arbeiten mussten (so auch ich) und deswegen haben wir gestern alle zusammen Gemüse geschnippelt, gefülltes Hühnchen gebacken, Kartoffelbrei und wie es sich gehört: zwei American Pies zubereitet. Allein diese Aktion war schon sehr sehr schön, aber auch das gemeinsame Beisammensein, das leckere Essen und die tolle, familiäre Atmosphäre haben mein erstes Thanksgiving perfekt gemacht! Das I-Tüpfelchen des Abends war als David aufstand und wie es in Amerika üblich ist, sich für alles, wofür er dankbar ist, bedankt. Da wurde es dann sehr sentimental. Er hat sich bei uns bedankt, dass wir obwohl wir eine sehr bunt gemischte Truppe und aus aller Welt kommen wie eine Familie sind und er einfach insgesamt die Zeit mit uns allen im Hostel schätzt. Dies führte Dylan mit ähnlichen Worten fort und mich hat das sehr berührt und ja, was soll man sagen, wir haben jetzt Freunde – oder eher Familie - überall auf der Welt – ganz nützlich, nicht wahr?

Thanksgiving!

Übrigens kleine Anekdote am Rande: Die Begrüßung habe ich aus einem bestimmten Grund gewählt, denn da es jetzt so langsam auf Weihnachten zugeht, kommen David und Dylan als verrückte, weihnachtsliebende Menschen so richtig in Schwung, sodass wir andauernd Weihnachtsmusik hören und Weihnachtsfilme schauen.. Das ist für Maika und mich ziemlich verwirrend weil wir absolut nicht in Weihnachtstimmung sind, vor allem weil es draußen wärmer und wärmer wird!

Damit will ich mich bis auf weiteres auch erstmal wieder verabschieden, hoffentlich auf nicht so lange wie beim letzten Mal!

Lasst es euch im kalten Deutschland oder wo auch immer ihr gerade seid, gut gehen!

Die liebsten Grüße,

Eure Julia

Neue Heimat in Dunedin

Sonntag, 05.11.2017

Lang ist's her...
So oft wie jetzt Anfragen kamen, dachten wir, dass wir uns vielleicht doch mal langsam dazu aufraffen sollten, einen neuen Blogeintrag hochzuladen. Nun ja, es ist so viel passiert, dass es schwierig wird, alles hier zu erwähnen, ohne dass schlussendlich ein Roman daraus wird^^

Womit sollen wir beginnen?
Nun, starten wir doch mit unserer neuen Family:D
Zurzeit arbeiten noch 7 andere Leute mit uns für das Hostel hier in Dunedin, wobei einige auch schon etwas länger hier sind. Da hätten wir zum einen Dylan, einen amerikanischen Hobby Singer-Songwriter, dessen musikalischen Fähigkeiten wir glücklicherweise schon öfter zu hören bekamen. Nicht zuletzt weil Julia und Dylan mal auf die Idee kamen, zusammen ein Lied zu singen und beide jetzt regelmäßig ihr musikalisches Talent vorzeigen müssen (und wollen;) - weil es einfach so mega schön klingt!

Von einem gemeinsamen Ausflug mit Dylan an der St Allans Beach, wo wir auch das Glück hatten Seelöwen zu beobachten, die es sich am Strand haben gut gehen lassen!


Zum anderen hätten wir da noch David aus Kalifornien, dem ich es jetzt zu verdanken habe, dass ich süchtig nach dem Zauberwürfel bin:D Er hat mir auf Anfrage die Algorithmen zum Lösen des Zauberwürfels erklärt und nun trifft man mich äußerst selten mehr ohne diesen an^^
Chiara, die sowohl Deusch, Englisch, Französisch als auch Spanisch fließend sprechen konnte und eine wahnsinnig fröhliche und gut gelaunte Art hatte, ist leider bereits abgereist, aber wir haben bereits ausgemacht, dass wir sie mal in München besuchen kommen. 
Als nächstes wären da Alejandro und Roman, zwei Argentinier, die nicht so gut Englisch sprechen, aber dabei sind, uns etwas Spanisch beizubringen. Gracias amigos! Ach ja, Alejandro ist von Beruf Koch und Roman Bäcker - und jetzt könnt ihr euch den Geschmack des Essens vorstellen, wenn die beiden etwas gekocht haben...! Jep, umwerfend!!

Von einem gemeinsamen Ausflug mit Chiara, Roman und Alejandro! Ein wundervoller Ausflug. Der übrigens damit geendet hat, dass Chiara und Julia auf der Rückbank an Alejandro angelehnt, eingeschlafen sind.


Seit kurzem sind auch noch Claire und Mathias aus Frankreich mit in unserem Team, ebenfalls sooo nette Leute!
Also es sind schon einige verschiedene Kulturen hier;) es macht auch einfach so einen großen Spaß,paar Sätze in dem anderen Sprachen zu lernen - oder jemanden beizubringen ^^ wie zum Beispiel Dylan. Er will etwas Deutsch lernen und jetzt bringen wir ihm Stück für Stück paar deutsche Sätze bei. Wobei Julia meist vor Lachen auf dem Boden liegt, da Dylan sich mit der Aussprache anhört, als wäre er ein Russischer Mafiaboss und ein kleiner Junge zugleich :D

Von links nach rechts: Jackie, Alejandro, Roman, Dylan, Julia, Maika, David, Claire, Mathias bei unserem gemeinsamen Barbeque!


Übrigens ist die Arbeit im Hostel eigentlich kein bisschen anstrengend ^^ wir treffen uns morgens um 10 Uhr, teilen die Arbeit unter uns auf und reinigen Bad, Küche und die Gästezimmer, was uns maximal zwei Stunden kostet. Danach ist Freizeit angesagt, die wir auch schon fleißig genutzt haben, um uns die Gegend um Dunedin anzusehen. Und die Landschaft, die wir bereits gesehen haben, ist schlichtweg atemberaubend! Wer auch immer mit dem Gedanken spielt, mal nach Neuseeland zu reisen, für den habe ich genau zwei Worte: TUE ES! Ihr werdet's nicht bereuen;)

So, Dunedin [ übrigens 'Dahniedenn' ausgesprochen] ist eine wunderschöne Stadt an der Ostküste NZs. Hier kommt man nicht nur ausgesprochen schnell an wunderschöne Strände, Läden, Bars oder Museen, sondern kann auch einen wirklich, wirklich umwerfenden botanischen Garten genießen, oder seine Kondition trainieren, indem man die steilste Straße der Welt hochkraxelt^^

Ein gemeinsamer Abend im

Wir haben so viel erlebt, zu viel um es hier niederzuschreiben - aber wenn ihr Fragen zu speziellen Dingen habt, raus damit, wir probieren sie auch möglichst zeitnah zu beantworten:)

See you guys, I'll hope you enjoy your days like we do^^

~Maika

PS.: Am Montag, den 06. haben wir uns dazu entschieden zu einer Arbeitsagentur namens Select zu gehen, um darüber eventuell Arbeit zu finden. Dort wurde uns dann direkt Arbeit für den nächsten Tag gegeben, an dem der Melbourne Racing Cup stattfand. Wir haben an verschiedenen Orten gearbeitet. Maika stand in einem Zelt und hat Alkohol an die Pferdebesitzer und reichen Schnösel verteilt, die gegen Ende aber auch sehr betrunken und nicht mehr so schnöselig waren, während ich mit Taylor und einem "Einheimischen" in einem Trailer zusammengearbeitet habe und Alkohol an den normalen "Plebs" verkauft habe. Wir hatten beide aber einen wunderschönen Tag mit tollen Kollegen und dem Zusatz die Pferderennen mit einem Abstand von höchstens 20 Metern verfolgen zu können. Außerdem haben wir ein kostenloses Lunchpaket und freies Trinken bekommen und ich wurde von meinen Kollegen zum Bier trinken anstiften lassen, weshalb das ein sehr lustiger Arbeitstag war! Sowas könnten wir öfter machen!

Das funktioniert jetzt jedenfalls so, dass uns Select kontaktiert, wenn sie einen Job für uns haben und wir dann per Text bestätigen und mehr Informationen bekommen können oder einfach ohne Konsequenzen absagen können, wenn wir keine Zeit haben.

Noch dazu kommt, dass Maika, Claire und ich jetzt in die Rezeptionsarbeit des Hostels eingearbeitet werden, weil sonst momentan nur David und Dylan an der Rezeption arbeiten können und damit sogut wie nie, beziehungsweise nie gemeinsam das Hostel verlassen können. Also steht für heute (Freitag, den 09.) Rezeptionsarebit für Maika und mich an! Ich bin schon sehr gespannt wie das läuft!

Mit den liebsten Grüßen

~Julia

Aufbruch und Ankunft

Donnerstag, 26.10.2017

Hallo ihr Menschen, die ihr mal wieder auf dieser Blogseite vorbeischaut in der Hoffnung, dass ein neuer Eintrag erschienen ist. Euer Hoffen wurde belohnt😊

Oamaru. Eine malerische Stadt an der Ostküste Neuseelands. Und damit ihr nicht den gleichen „Fehler“ wir begeht und bei der Nennung des Namens erstmal ein leicht verwirrten Gesichtsausdruck erntet – die Stadt wird „Ommar-ru (das „u“ wie „you“) ausgesprochen.

Der Blick vom Hafen nach Oamaru

Als wir das erste Mal einen Spaziergang durch Oamaru gemacht haben, dachten wir uns: hier könnte man für eine längere Zeit leben. Eine gemütliche Stadt, erbaut am Hang und direkt an der Küste des Pazifiks, mit noch vielen Gebäuden im alten Stil, vielen Antiquitäten-  und „Vintagegeschäften“ und einem herrlichen Park. Dieser Ort strahlt einfach was entspanntes aus. Außerdem ist der Ort bekannt für seine Pinguin-Kolonie; also falls euch dort mal ein Pinguin auf der Straße begegnet, ist das kein Wunder^^

Und ja, das Pinguin-Warnschild gibt es hier wirklich. Schon merkwürdig!

 Aber ich will euch nicht mit einer detaillierten Stadtbeschreibung nerven, schließlich habt ihr ja auch noch die Fotos^^

So, was haben wir also die letzten Tage so alles gemacht?!

Am ersten Tag stand natürlich erstmal ein kleiner Stadtrundgang auf dem Plan, den wir glücklicherweise mit dem zu der Zeit stattfindenden „Sunday Market“ verbinden konnten. Der Markt war vergleichsweise echt winzig, hatte aber seinen ganz eigenen angenehmen Flair. Danach zog uns erstmal die Aussicht an der Küste in ihren Bann bis ich Julia aufgrund des kalten Windes weiterzerren musste – wäre es nach ihr gegangen, hätten wir wahrscheinlich noch zum Sonnenuntergang dort gestanden :P

Der Ort, von dem Julia nicht wegwollte. (Kommentar von Julia:

Und was ist so ein Hobby von Mädchen? Richtig, Geschäfte durchstöbern. Also hieß es jetzt erstmal, jedes Geschäft und Galerie entlang der Straße aufsuchen, reingehen und umschauen. In dem einen Antiquitätengeschäft hatten wir sogar ein Gespräch mit dem Ladeninhaber, dessen Freundlichkeit uns noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Er sprach uns einfach an und wollte wissen, woher wir kämen und was unsere Pläne für die nächsten Tage sind. Als wir ihm mitteilten, dass wir auf der Suche nach einer Arbeit sind und am liebsten noch etwas in dieser Stadt verweilen wollen, zückte er sogleich seinen Stift und schrieb uns zwei Adressen von Cafés auf, mit deren Ladeninhabern er befreundet war und wo wir mal wegen Arbeit nachfragen könnten. Noch ganz beflügelt verließen wir den Laden und nachdem wir noch alle anderen Geschäfte auf dieser Straße abgeklappert haben, machten wir uns auf die Suche nach den Cafés, die womöglich unser Arbeitsplatz für die nächsten Tage werden könnten. Leider benötigten beide zu dieser Zeit keine zusätzlichen Hilfskräfte, sodass wir gezwungen waren, woanders nach Arbeit zu suchen. Da wir allerdings noch einen Hosteljob in Dunedin, der zweitgrößten Stadt auf der Südinsel, im Hinterkopf hatten, verbrachten wir den Rest des Tages damit, unsere Lebensläufe auszuarbeiten und dem Hostel zukommen zu lassen.

Und am nächsten Morgen wurden wir sogleich mit einer Zusage belohnt 😊 Wir werden also den kommenden Monat in einem Hostel in Dunedin arbeiten, 2 Stunden pro Tag, 6 Tage die Woche und dafür freie Unterkunft, Frühstück und Wifi. Wir verdienen zwar nichts, sparen allerdings die teuren Übernachtungskosten und können die freie Zeit dafür nutzen, die Südinsel weiter zu erkunden. Und natürlich um surfen zu lernen!!!

Maika am Hafen, posierend mit einer Möwe! (Model: Name unbekannt..)

Am Dienstag machten wir erneut einen ausgedehnten Spaziergang an die Küste, ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und machten viele Fotos, damit ihr einen Eindruck von der Stadt bekommt und euch selbst davon überzeugen könnt, dass wir noch unter den Lebenden verweilen^^ Danach machten wir einen Abstecher in ein Sushi-Restaurant, quasi zur Selbstbelohnung, dass wir für den Hosteljob angenommen wurden, aber wahrscheinlich haben wir einfach nach irgendeinem Grund gesucht, um mal essen zu gehen, denn als Backpacker muss man sonst ja recht sparsam sein. Dort im Restaurant haben wir sogar zufällig die Österreicherin aus unserem YHA Hostel, die allerdings in London arbeitet, zurzeit aber ein kleinen Weltreise macht, getroffen und uns drei Stunden mit ihr über Gott und die Welt unterhalten haben. Schade, dass manche Begegnungen nur von so kurzer Dauer sind. Aber wir werden noch viele großartige Menschen auf unserer Reise treffen, da bin ich mir sicher😊

So, den nächsten Blogeintrag bekommt ihr aus Dunedin!

Have a nice week😊

~Maika

 PS: Aufgrund kleiner Komplikationen konnten wir den Blogeintrag erst jetzt uploaden und die Fotos werden dann auch erst morgen folgen. Im Moment sind wir öfter unterwegs,weswegen es zum nächsten Eintrag noch ein wenig dauern könnte. Ich hoffe, ihr könnt uns das verzeihen^^

Tage in der Pampa

Samstag, 21.10.2017

Hallo an euch Menschen, die ihr eure Zeit opfert, diesen Blog zu lesen!

Nach gefühlter Ewigkeit, sind wir mit einigen Neuigkeiten zurück!

Nachdem wir unser kuscheliges Nest in Christchurch verlassen haben, sind wir auf eine kleine verlassene Landzunge gefahren, die in einer Klippe endet und auf der ein kleiner Campingplatz mit einem Klo und nichts weiter ist. Dorthin kam man auf einer serpentinenartigen Straßen, die direkt neben dem Abhang entlangführte und 15 Minuten vergingen, in denen wir nur Hügel und einige verdutzte Schafe sahen. Maika und ich hatten uns im Vorhinein entschieden dort 2 Tage zu bleiben. Der Campingplatz hieß Awaroa/ Godley Head Campsite und lag in der Bucht, die Taylors Mistake heißt. In den zwei Tagen, die wir dort waren, haben wir wieder mal viele Fotos gemacht und ein bisschen die Gegend erkundet und so fanden wir auch heraus, warum die Gegend dort Taylors Mistake heißt. Der Name stammt vom Taylor Bataillon, der im Zweiten Weltkrieg dort stationiert war und größtenteils die Aufgabe hatte, Kriegsschiffe mit Kanonen zu beschießen. Dazu entwickelten sie die ausgeklügeltsten Methoden und übten auch dafür. Jedenfalls etwas, mit dem wir dort nicht gerechnet hatten. Apropos haben wir auch dort wieder mal einen Deutschen getroffen!

Unser Ausblick. Ich stehe da übrigens auf einem ehemaligen Bunker! Mitten im Nichts steht da diese Bank.. Und ja, man kann es lange aus ihr aufhalten und auf das Meer und die Hügel dahinter sehen. Unterlegt wird das ganze übrigens durch das Mähen von den Schafen, die dort überall rumlaufen. Am nächsten Tag hatten wir schöneres Wetter und mithilfe des Selbstauslösers wurde eins der wenigen Bilder aufgenommen, auf denen wir beide zu sehen sind!

Am zweiten Tag unternahmen wir dann auch unseren ersten Ausflug an den Strand des Pazifiks und ihr könnt mir glauben, wir waren begeistert!

Ich sage es euch, das erste Mal am Pazifik war großartig. Begeisterung pur!

Danach ging es für uns an einen noch entlegeneren Campingplatz an der Rangitata – Mündung, wo wir ebenfalls 3 Tage blieben und unsere freie Zeit nutzten um uns gegenseitig vorzulesen, am Meer zu liegen, zu essen und vor allem zu duschen! Denn auf dem Campingplatz davor gab es wie gesagt, keine Dusche. Diese 3 Tage waren sehr entspannt, denn die abgelegene Gegend zog  schlechten/ gar keinen Handyempfang mit sich. Aber dort trafen wir mal wieder die nettesten Menschen, die uns ihre Lebensgeschichten erzählten und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass der Kiwi-Slang einer der tollsten überhaupt ist!

Die Stelle am Meer, an der wir in den letzten zwei Tagen einige Zeit verbracht haben..

Dort haben wir auch das Unglaubliche erlebt, was es nur in Neuseeland gibt! Wir standen etwa 100 Meter entfernt vom Meer und wenn wir unsere Köpfe in die entgegengesetzte Richtung gedreht haben, haben wir schneebedeckte Berge gesehen. Unglaublich!

Heute fuhren wir nach Oamaru, um uns mal wieder Strom und Wlan zu leisten, um der Suche nach einem Job wieder näher zu kommen.

Anbei noch ein paar Bilder, auf denen ihr hoffentlich sehen könnt, dass es uns super geht und wir noch leben.

Mit den besten Grüßen aus dem fernen Neuseeland!

~Jule

 

Last Days in Christchurch

Sonntag, 15.10.2017

Hallöchen ihr Leute dort am anderen Ende der Welt!

Stellt euch vor: Wir haben einen neuen Travelmate (zu deutsch: Mitreisenden) für die nächsten 8-9 Monate gefunden!! Ursprünglich kommt er ja aus Japan, ist allerdings seit 2003 hier in Neuseeland zu Hause. Sein Name ist Jamie😉 Er ist 21 Jahre alt und ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Obwohl er schon ganz Neuseeland bereist hat, hat er sich dazu bereit erklärt, uns für die nächsten Monate nochmal auf unserer Tour durch Aotearoa aka Kiwiana aka Neuseeland zu begleiten. Richtig nett, oder?! Wir freuen uns auf jeden Fall schon sehr darauf, mit ihm gemeinsam die Weiten Neuseelands zu erkunden :D

Und da ich weiß, dass ihr alle ein neugieriges Völkchen seid und wissen wollt, wie er aussieht, war ich mal so freundlich und habe ein Foto von ihm unten im Anhang angefügt ^-^

Zwei der Drei Reisenden:) tongue-out

Ich würde euch ja auch echt gern spannende Stories aus unseren letzten Tagen erzählen, aber diese verliefen leider recht unspektakulär…

Wenn wir nicht gerade im YHA Hostel mit  Internetrecherche bzw. Essen machen beschäftigt waren, sind wir durch die Straßen Christchurchs geschlendert und da meistens mit der Absicht schlussendlich am Pak’n Save rauszukommen, um neues Essen oder irgendwelche Alltagsdinge, die auf einer Reise noch ganz nützlich wären, einzukaufen.

Da fällt mir ein, dass wir euch noch nie etwas zu den neuseeländischen Ampeln erzählt haben. Also im Gegensatz zu deutschen (und vielen anderen) Ampeln ist die neuseeländische ein klein wenig anders. In Deutschland schaltet sie einfach unspektakulär von rot auf grün und andersherum. Und nein, bei der neuseeländischen erlebt man jetzt keine grandiose Lichtershow, sondern man kommt sich stattdessen vor wie in einem Videospiel. Also ich zumindest…

Denn ist die Ampel auf rot, hört man neben sich ein monotones, regelmäßiges Piepsen. Doch sobald auf Grün geschaltet wird, ertönt ein sehr lautes Piepgeräusch, ähnlich wie ein „Startschuss“, und danach erklingt eine Melodie, die stark an veraltete Videospiel-Wettläufe erinnert, in dem man so schnell wie möglich an die andere Seite des Ufers gelangen muss – oder so ähnlich halt.

Hört sich jetzt bestimmt auch ziemlich unspektakulär an, aber euch sei gesagt, dass wir am ersten Tag fast jedes Mal einen Herzstillstand bekommen haben, wenn diese Ampeln angefangen haben, so laut piepsen, wenn auf Grün geschaltet wurde. Doch neuerdings sind wir komplett durch den Wind, wenn eine Ampel ausnahmsweise mal geräuschlos umschaltet. Da müssen wir echt doppelt hinschauen und zweimal überlegen, bevor wir unseren Fuß auf die Straße setzen😉

Julia im Hagley-Park Der Eingang am Hagley-Park

Ach ja, unser Hostel liegt außerdem keine 200m entfernt von dem schönsten Park, den wir jemals gesehen haben: dem Hagley-Park. Dieses Fleckchen Erde ist einfach nur ein Traum mit all den wunderschönen Blumen, Denkmälern, Brücken, den majestätischen Bäumen, den Springbrunnen und Seen. Zudem ist der Park perfekt für Fotosessions geeignet - was wir natürlich auch sofort ausgenutzt haben!

An dieser Stelle: Janko, nochmal 1000 Dank für deine Spiegelreflexkamera, die du uns für die Reise überlassen hast :*

Wie klein wir doch sind^^ Suchbild: Wo ist Julia versteckt? Beautiful, isn't it?!

Morgen verlassen wir nach fast anderthalb Wochen Christchurch und übernachten dann erstmal auf einem Campingplatz südöstlich von hier am Meer, der eine atemberaubende Aussicht haben soll. Also freut euch schon mal auf die Fotos :D

See ya soon!

Und euch noch viel Spaß in den kommenden Herbsttagen!

~ Maika

Und hier das versprochene Foto von IHM:

Darf ich vorstellen: JAMIE!! :D

Lazy Days

Mittwoch, 11.10.2017

Hallo an euch Menschen, die ihr vor euren Bildschirmen sitzt, liegt, steht, hängt, oder in welcher Situation ihr euch auch immer befindet!

(An dieser Stelle einen großen Dank an Paul, der uns daran erinnert hat, Diskriminierung keinen Platz zu geben! Bei uns sind natürlich auch alle, die keine sitzende Position vor ihrem Bildschirm einnehmen, willkommen!)

Sowohl am Samstag als auch Sonntag und Montag haben wir uns einiges vorgenommen, was es zu erledigen galt. Das lief bloß leider nicht ganz so wie geplant, da wir durch den Jetlag leider doch noch etwas beeinflusst waren und nicht gut schlafen konnten. Das kann aber auch daran liegen, dass wir bis zum Dienstag zwei Zimmergenossinnen aus Hongkong hatten, von der eine leider schrecklich nervtötend geschnarcht hat. Mit der anderen namens Doris haben wir uns allerdings sehr schnell angefreundet und sie wirkte auf mich wie das Klischee einer Chinesin. Als wir sie das erste mal sahen, kam sie freudestrahlend in unser Zimmer hinein und stellte sich vor, dies unterstrich sie mit einem herzzerreißend süßem Winken. Auch insgesamt war ich häufig überrascht wie freundlich und zuvorkommend sie war. Ganz im Gegenteil zu ihrer etwas dapschen, schnarchenden und im Schlaf mit Dingen um sich werfenden Freundin, mit der wir in der ganzen Zeit kein einziges Wort gewechselt haben. Mit Doris hatten wir auch noch eine lustige Situation am Montagabend, als wir auf unserem Zimmerboden saßen und sie uns erzählte, sie wolle nächstes Jahr nach Deutschland kommen. Dann sagte sie uns, wir sollten ihr doch bitte den „R Sound“ beibringen. Damit meinte sie das deutsche R, das sie nicht aussprechen kann. So kam es also zustande, dass Doris, Maika und ich auf dem Boden hockten und das R gesprochen haben, bis wir gefühlt auf dem Boden lagen vor Lachen. Da Doris nur 10 Tage in Neuseeland hat, haben wir Nummern getauscht und wurden beauftragt ihr Fotos aus Neuseeland zu schicken. Außerdem wurden wir herzlich nach Hongkong eingeladen und sie hat uns versprochen, falls wir mal dort sein sollten, spielt sie mit Vergnügen unseren Guide. Jedenfalls waren wir zwar am Samstag und am Sonntag jeweils kurz draußen und einkaufen im South City Center, haben aber sonst nichts geschafft, sondern sind gegen frühen Abend eingeschlafen und waren auch sonst nicht sehr belastbar. In der Nacht von Sonntag zu Montag konnte ich überhaupt nicht gut schlafen. Wir hatten das Abendbrot weggelassen und waren gegen 19 Uhr im Bett, aber ich bin, weil unsere Zimmergenossin etwas runtergeschmissen hatte, gegen 4 Uhr aufgewacht und konnte über 2 Stunden nicht mehr einschlafen, weil das Schnarchen eben dieser zu penetrant war. Deswegen war es auch kaum verwunderlich, dass, nachdem wir es am Montag zu Spark (dem Handyladen), zur ANZ (eine der vielen Banken, wo wir einen Termin für Dienstag 9am bekamen) und zum Pak´nSave (große Supermarktkette) zum Einkaufen geschafft hatten, ich auch am Montag gegen Nachmittag so fertig war, dass ich wieder eingeschlafen bin. Das lief leider auch in der Nacht von Montag zu Dienstag nicht besser. Maika war ab 4 und ich ab halb 5 wieder wach und da unsere Zimmergenossinnen aus Hongkong gegen 6 Uhr aufbrechen mussten, da sie zum Bus mussten, konnten wir auch nicht nochmal einschlafen. Denn wie man bestimmt aus der Beschreibung der Zimmergenossin bisher herauslesen konnte, lief das absolut nicht leise ab. Ab etwa 5:30 Uhr klingelte der unglaublich laute Wecker, gefolgt vom Wackeln des gesamten Hochbettes (sie schlief über mir) und anschließendem Geschnarche. Diese Prozedur wiederholte sich mindestens 3 mal, bis auch die Japanerin und die Dänin in unserem Zimmer wacher als hellwach waren. Also sind Maika und ich gegen 7 aufgestanden und haben uns ein großes Frühstück gegönnt, es gab leckerste Pancakes!

Unser großes Pancake-Frühstück und dazu einen Film!

Dann ging es um 9 Uhr zur Bank, wo wir unsere inländischen Bankkonten aufgemacht haben, die wir zum Arbeiten brauchen. Danach ging es für uns nochmal zum Spark, weil etwas nicht geklappt hatte, wo wir die bisher einzig unfreundliche Person Neuseelands getroffen haben.

Das ist etwas, was uns hier unglaublich aufgefallen ist: Alle Menschen sind super freundlich und zuvorkommend! Wenn man irgendwo hinkommt, wird man begrüßt und gefragt, wie es einem geht. Wenn man sich versehentlich berührt, wird sich unglaublich dramatisch entschuldigt und als wir am Montag im Spark waren und eine Frau, die nach uns gekommen war, zuerst bedient werden sollte, ließ sie uns den Vortritt und entschuldigte sich bei uns dafür, dass sie zuerst angesprochen wurde. Stellt euch die Situation mal in Deutschland vor. Jeder Deutsche hätte sich vorgedrängelt. In dieser Hinsicht gefällt es mir hier besonders gut. Man hat das Gefühl ein Teil der Gemeinschaft zu sein und respektiert zu werden, insgesamt fühlt man sich einfach sehr zu Hause! Auch gerade als wir am Dienstag in der Post, auf der Bank und im Spark waren, hatten wir viel Spaß, weil wir uns total nett mit den Mitarbeitern der Behörden unterhalten konnten. Wenn man also hier mal Hilfe brauchen sollte, ist es nicht wie in Deutschland, dass sich abgewendet wird und davon ausgegangen wird, dass schon irgendjemand helfen wird!

Was uns im Straßenverkehr bisher (abgesehen vom noch völlig ungewohnten Linksverkehr) am meisten aufgefallen ist, sind die grün unterlegten Radwege und die Regelung der Buslinien hier in Christchurch. Das läuft nämlich nicht wie in Dresden/ Deutschland durch Nummerierung, sondern durch Farben. Es gibt bei den Bussen also die Purple Line, Blue Line, Yellow Line, Red Line, etc. Das ist vor allem praktisch von Weitem, wenn man in Deutschland rätseln muss ob das nun die 75 und damit der richtige Bus ist, nachdem man rennen sollte oder nicht. Denn auf weitere Entfernungen sind diese schrecklich kleinen Zahlen wirklich schlecht erkennbar. In Neuseeland ist einem auf mehrere Hundert Meter klar, welche Buslinie das ist, da sie in der jeweiligen Farbe komplett lackiert sind.

Ein Bus der Blue Line - besser zu erkennen, hab ich nicht Recht?

Man beachte die bunten Schafe, die als Absperrer der Straße fungieren!

Da sind wir wieder am Ende des Blogeintrags!
Ich wünsche euch alles Gute bei allem, dass ihr gerade bewerkstelligen müsst!

~Julia

Die Lounge, in der wir essen, chillen und Blogeinträge verfassen! (Ich schreibe auf diesem Bild übrigens gerade an diesem Blogeintrag..)

PS.: Diesen Absatz schreibe ich als kleinen Nachschub etwa einen Tag später. Maika und ich waren heute (Mittwoch) im Postshop, da man dort seine Steuernummer beantragen muss, ohne die man nicht arbeiten könnte. Maika hatte ihren Antrag schon am Dienstag dort eingereicht, aber weil mir noch eine Information fehlte, konnte ich den Antrag erst am Mittwoch abgeben. Dort kam jedenfalls die Situation zustande, dass die Frau, die wir am Dienstag schon dort kennengelernt hatten, die uns geholfen hatte, das Formular auszufüllen, wieder dort war. Sie nahm meinen Antrag entgegen und wir unterhielten uns sehr nett, während sie einige Sachen in den Computer eintippen musste. Sie erzählte mir sie hätte auch 2 Kinder, die in meinem Alter wären und benutzte ab etwa diesem Zeitpunkt den Spitznamen "Love" für mich. Der ein oder andere mag das zwar komisch finden, aber das war es nicht! Es war einfach eine schöne Erfahrung und die Frau hat mein Herz sehr berührt! - Insgesamt eine weitere Situation, in der ich gemerkt habe, was ich an Deutschland nicht vermissen werde. (Als Gegensatz dazu kam auch in der Zeit eine Deutsche in das Office und beschwerte sich bei Maika über das Wetter, nach einer Minute über das Warten und auch insgesamt über Gott und die Welt!) 

Das ist etwas, was wir von den Neuseeländern lernen können: Versucht mit einem Lächeln anderen Menschen gegenüberzutreten!

First Day

Samstag, 07.10.2017

Hallo ihr Menschen, die ihr vor euren Bildschirmen sitzt!

Am Dienstag früh sind Maika und ich plus meiner Family und meiner besten Freundin nach Frankfurt gefahren, weil ein Teil meiner Family in Frankfurt und Umgebung wohnhaft ist. Dort haben wir es uns den restlichen Dienstag und den gesamten Mittwoch gut gehen lassen. Und nach schmerzendem Abschied und vielen Tränen auf meiner Seite konnten wir dann auch schon reingehen. Gleich bei der ersten Personenkontrolle wurde ich aus dem Verkehr gezogen und an meinem Rucksack ein Sprengstofftest durchgeführt und das Deo eingesammelt. Doch das konnte uns nicht aus der Ruhe bringen. Da saßen wir nun auf dem Frankfurter Flughafen und hatten immer noch nicht realisiert, dass wir wirklich nach Neuseeland fliegen. Nach etwa einer Stunde Verspätung konnten wir dann endlich ins Flugzeug und die erste Etappe unserer langen Reise antreten.

--

Wenn man von der Dauer dieses Neuseelandfluges hört, löst das in einem nicht unbedingt ein Glücksgefühl aus. Einen ganzen Tag im Flugzeug verbringen, da gibt’s sicher ne Menge, was man lieber während der Zeit machen würde. Aber erstaunlicherweise war der Flug für uns so entspannt, dass wir eher überrascht waren, bereits über Singapur zu sein. In unseren Flügen gab es nämlich  neben heißen Tüchern und super leckerem Eis, gutes Essen und Bildschirme auf denen man Filme sehen, Musik hören und andere Dinge machen konnte. Julia hat dabei fast den ganzen Flug verschlafen. Der Singapurer Flughafen, der einzige Zwischenstopp unseres langen Fluges, erwies sich als äußerst riesig, sodass wir in einem gemütlichen Schlendertempo eine knappe Dreiviertelstunde brauchten, um von dem einen Gate zum unserem Abfluggate zu gelangen. Doch angesichts der vielen unbekannten Geschäfte, der Landschaft um den Flughafen herum, Menschen verschiedener Nationen, des Schmetterlinghauses und kostenloser Fußmassagestühle waren wir so beschäftigt, dass auch hier unsere Wartezeit wie im Fluge verging, bis es Zeit fürs Einchecken unseres letzten Fliegers war. Natürlich sah Julia auch hier wieder mal so verdächtig aus, dass sie prompt ihre Schuhe zur Kontrolle abgeben musste und das Personal ihren Reisepass doppelt überprüfen wollte^^ Aber auch hier lief alles schlussendlich glatt und wir durften in unseren Flieger einsteigen. Da wir erstaunlicherweise gar nicht wirklich Probleme mit der Zeitverschiebung und dem Tagesrhythmus hatten,  war es mit der Müdigkeit und dem Schlafen wenig problematisch. Beim Ausfüllen unserer Arrival Card für Neuseeland bot uns unserer Sitznachbar an, dass wir für die (mehr oder weniger) erforderliche permanente Adresse seine nehmen könnten und bestellte daraufhin auch gleich noch zwei angeblich alkoholfreie „Singapore Sling“, wo jedoch definitiv Alkohol drin war. (Der besagte Sitznachbar war irgendwie eine Mischung zwischen nett und creepy komisch).

Kurz  vor der Landung überkamen uns zwar noch kurze Zweifel, warum wir diese Reise überhaupt machen wollten, ob mit der Einreise auch alles klappen wird und wir nicht irgendwas wichtiges vergessen hätten, was uns daran hindern könnte. Aber alle Zweifel stellten sich im Nachhinein als überflüssig heraus. Alles lief super. Wir hatten nette Gespräche mit den Flughafen-Beamten, unser Gepäck war auch nicht unterwegs verloren gegangen und der Inhalt ebenfalls ohne Beanstandungen. Und nun standen wir endlich an dem Ort, auf den wir so lange hingefiebert hatten. Kia Ora! Welcome to New Zealand!

Da der Flughafen etwas am Rande von Christchurch liegt, mussten wir mit dem Bus ins Zentrum fahren, nur läuft es mit den Haltestellen etwas anders als bei uns in Deutschland. Auf der Karte, die wir gesehen haben, waren nur 4 Haltestellen bis zu unserer zu sehen. Also dachten wir, dass wir nach 4 auch aussteigen müssten. Es stellte sich nur heraus, dass zwischen diesen festgelegten Haltestellen noch unzählige andere lagen, wo halt nur bei Bedarf angehalten wird und diese Haltestellen auch keine wirklichen Namen hatten, zumindest haben wir keine gesehen. Deswegen haben wir erstmal panisch draußen nach Hinweisen auf unsere Zielhaltestelle gesucht, da uns die Antwort des Fahrers, dass es noch etwas bis dahin dauert, nicht beruhigen konnte. Aber wir bekamen auch sofort noch Hilfe, von einem netten Mädchen hinter uns, das uns neben dem Winken des Fahrers auch noch mitteilte, dass wir jetzt aussteigen mussten und uns nach überglücklichen Dankesreden noch ein „Bitteschön!“ hinterherrief. Nach dem Ausstieg liefen wir entlang eines herrlichen Parks, bis wir bei unserem YHA Hostel ankamen. An dieser Stelle: Christchurch ist (ausgenommen vielleicht der Industriegebiete) eine wunderschöne Stadt mit vielen Parks und coolen Häusern. Und die Bewohner, aber das ist wahrscheinlich neuseelandweit so, sind sehr freundliche und offene Menschen!

Da wir unser Zimmer im Hostel um 13:00 noch nicht beziehen konnten, haben wir erstmal dort unsere Sachen abgestellt und sind für eine kleine Stadtbesichtigung losgezogen, auch um uns gleich mal mit Essen und Trinken zu versorgen. Anschließend haben wir uns in einen Park gleich um die Ecke unseres Hostels gesetzt, fröhlich ein paar begeistert fotografierenden Japanern zugewinkt und die herrliche Frühlingssonne genossen, bis wir schließlich ins Hostel zurückgekehrt sind und unser Zimmer beziehen konnten, welches wir übrigens mit zwei deutschen Mädels und zwei Brasilianern teilen. Nach einem ausgewogenen Abendbrot, Nudeln und Limo, haben wir uns geduscht und sind 19:00 todmüde in die Betten gefallen.

Gegen 9 Uhr morgens waren wir dann erst wach und haben bisher sonst keine weiteren Einschränkungen des Jetlags bemerkt. Teilweise vergessen wir sogar die Zeitverschiebung und wundern uns warum eine Freundin in Deutschland jetzt mit ihren Ersties vormittags etwas trinken geht! (Falls du das liest, an der Stelle liebe Grüße an dich!)

Für heute stehen dann sämtliche Beantragungen auf dem Plan und eventuell fangen wir auch schon mit der Suche nach einem eigenen Auto an:)

In diesem Sinne: Wünschen wir euch einen schönen Tag, Abend oder welche Tageszeit ihr auch immer haben möget!

 

~ Jule und Maika

Bald geht´s fßr uns los!

Dienstag, 26.09.2017

Hallo an euch Menschen, die ihr vor euren Bildschirmen sitzt!

Maika und ich haben beschlossen, dass wir in der Zeit, die wir uns im Ausland aufhalten einen Blog schreiben möchten. Es wird hier also hoffentlich regelmäßig, vermutlich aber auch eher unregelmäßig Neuigkeiten von uns zu lesen geben. 

Erstmal noch was über uns: Wir kennen uns schon seit wir 4 oder 5 waren und haben im Sommer relativ spontan entschieden das kommende Jahr miteinander zu verbringen. Nach unserem Aufenthalt in Neuseeland werden wir außerdem noch 2 Wochen in Kambodscha verbringen, so gesehen als Urlaub.

Momentan werden noch letzte Vorbereitungen getroffen und am 04. Oktober kanns dann auch schon losgehen! 

Wir freuen uns und hoffen auf viele eifrige Leser!

~Julia